Was kostet eine Webagentur?
Realistische Zahlen für 2026 · Stand April 2026
Die ehrliche Antwort ist: es kommt drauf an. Aber das ist keine Ausrede, das ist die Realität. Eine Visitenkartenwebsite für einen Handwerksbetrieb kostet anders als ein Shopware-Shop mit 500 Produkten. Diese Seite hilft dir einzuschätzen, was dein Projekt kosten sollte – und was Warnsignale sind.
Informationswebsite, 5–8 Seiten, WordPress oder ähnliches CMS, Kontaktformular, responsive. Gut für Dienstleister, Handwerk, Vereine.
Umfangreiches CMS, individuelles Design, Schnittstellen, Mehrsprachigkeit oder kleinerer Shop. Typisch für Mittelstand und wachsende Unternehmen.
Großer Shop, Custom-Entwicklung, API-Integrationen, hohe Nutzerzahlen. Performance-Optimierung auf Profi-Niveau.
Wofür du bei einer Webagentur eigentlich zahlst
Einmalige Kosten
- Konzept und Strategie: 500 – 2.500 €
- Design (Wireframes, Layout, Mobile): 1.500 – 6.000 €
- Entwicklung und CMS-Aufbau: 2.000 – 15.000 €
- Texterstellung und Content: 500 – 4.000 €
- Launch, Tests, SEO-Basics: 300 – 2.000 €
Diese Posten sind nicht unabhängig voneinander. Eine Agentur die sauber konzeptioniert, spart Entwicklungszeit. Wer Content früh klärt, vermeidet teure Nacharbeiten.
Laufende Kosten
- Hosting: 10 – 120 € / Monat je nach Anforderung
- Wartungspauschale: 50 – 350 € / Monat
- Updates und Sicherheits-Patches: oft in Wartung inklusive
- Textanpassungen: 60 – 130 € / Stunde
- SEO-Betreuung: 300 – 2.000 € / Monat
Viele Kunden vergessen laufende Kosten beim Projektstart. Ein monatliches Budget von 100–200 Euro für Wartung und Hosting ist für die meisten mittelständischen Websites realistisch und sinnvoll.
Wo du als Webagentur-Kunde sparen kannst – und wo nicht
Hier sparen ist sinnvoll
- Texte selbst schreiben – wenn du es wirklich kannst und Zeit hast
- Bilder selbst liefern statt Fotoshooting buchen
- Vorhandenes Branding nutzen statt alles neu entwickeln
- Mit einem bewährten Starter-Template beginnen
- Kleine Projekte ohne Custom-Design starten
Hier lieber nicht sparen
- Hosting und Sicherheit – billiges Hosting rächt sich schnell
- Mobile Optimierung – über 60% der Aufrufe kommen vom Handy
- Wartungsvertrag – wer pflegt die Seite in einem Jahr?
- DSGVO-Konformität – Bußgelder übersteigen die Einsparung
- SSL und Redirect-Sauberkeit – Google straft das ab
Welche Abrechnungsmodelle Webagenturen anbieten
Festpreis
Du weißt von Anfang an was das Projekt kostet. Der Vorteil: keine bösen Überraschungen. Der Nachteil: Änderungen mittendrin werden als Zusatzleistung berechnet oder verzögern das Projekt. Gut für klar definierte Projekte.
Festpreise erfordern ein sauberes Briefing. Je klarer du beschreibst was du willst, desto genauer kann die Agentur kalkulieren – und desto fairer wird das Angebot.
Stundensatz
Flexibel, aber schwer zu budgetieren. Gut für laufende Zusammenarbeit und für Projekte, die sich entwickeln. Sinnvoll als Ergänzung zum Festpreis für spätere Änderungen und Erweiterungen.
Typische Stundensätze für Webagenturen in NRW liegen zwischen 70 und 140 Euro. Sehr günstige Sätze unter 50 Euro sollten dich skeptisch machen – da stimmt entweder die Qualität oder die Kalkulation nicht.